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Familienhospizkarenz-Zuschuss

Personen, die Familienhospizkarenz in Anspruch nehmen, können ergänzend zum Pflegekarenzgeld eine finanzielle Unterstützung erhalten, wenn

zum Zwecke der Betreuung und Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerst erkrankter Kinder eine vollständige Arbeitsfreistellung mit arbeits- und sozialrechtlicher Absicherung (Familienhospizkarenz) in Anspruch genommen wird,

Höhe des Zuschusses

Das gewichtete Monatseinkommen des Haushaltes (ausgenommen Familienbeihilfe, Wohnbeihilfe, Pflegegeld und Kinderbetreuungsgeld) darf unter Berücksichtigung des gewährten Pflegekarenzgeldes den Betrag von  850 €  nicht überschreiten .  Nähere Informationen dazu finden Sie in der Rubrik Beispiele für Einkommensobergrenzen.

Die monatliche Zuwendung ist mit der Höhe des aufgrund der Familienhospizkarenz weggefallenen Einkommens begrenzt.

Statistik

Im Jahr 2015 wurden aus diesem Titel 206 Zuwendungen von insgesamt  207.683 € geleistet - 20 Prozent der eingelangten Anträge.  Die durchschnittliche monatliche Zuwendungshöhe betrug 326,53 € (in einer Bandbreite von 22,60 € bis 1.386 € pro Monat in Abhängigkeit vom jeweiligen Haushaltseinkommen), wobei in 59,7 Prozent der Fälle aufgrund des niedrigen Familieneinkommens unter Einbeziehung des Pflegekarenzgeldes der gesamte Einkommensausfall ersetzt werden konnte. 

In 66,5 Prozent der Ansuchen handelte es sich um die Pflege schwerst erkrankter Kinder, in 16 Prozent der Fälle wurden Eltern oder Großeltern aus dem Leben begleitet.

Antragstellung

Personen, die ab 1.1.2014 Familienhospizkarenz in Anspruch nehmen, haben grundsätzlich auch Anspruch auf Pflegekarenzgeld.   Ab diesem Zeitpunkt sind Unterstützungsansuchen an das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen zu richten.   Das dafür vorgesehene Antragsformular, mit dem sowohl das Pflegekarenzgeld als auch die Ergänzungsleistung aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich beantragt werden können, ist auf der nachfolgenden Seite zum Ausdrucken verfügbar.