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Ausbauoffensive

Die Initiative legt den Schwerpunkt auf neue Betreuungsplätze für Unter-Drei-Jährige, Ausweitung der Öffnungszeiten und schrittweise Verbesserung der Betreuungsqualität.

Die Bundesregierung stellt insgesamt 305 Millionen Euro an Fördermittel für den beschleunigten Ausbau des Kinderbildungs- und -betreuungsangebots zur Verfügung. Die zuständigen Bundesländer haben eine Kofinanzierung von rund 135 Millionen Euro zu erbringen. Für die Jahre 2014 und 2015 sind Bundeszuschüsse von jährlich 100 Millionen Euro und für die Jahre 2016 und 2017 sind jährlich 52,5 Millionen Euro verfügbar.

Der Schwerpunkt der Ausbau-Offensive liegt bei der Annäherung an das Barcelona-Ziels bei den Unter-Drei-Jährigen im gesamten Bundesgebiet. Zur Abdeckung des darüber hinausgehenden Bedarfs für diese Altersgruppe in den Großstädten und zur Schließung von regionalen Lücken für die Drei- bis Sechsjährigen soll in den nächsten vier Jahren der Ausbau der ganztägigen Betreuung weiter vorangetrieben werden. Darüber hinaus sollen Impulse zur Verbesserung der Betreuungsqualität gesetzt, Öffnungszeiten ausgeweitet sowie die Tageselternbetreuung und flexible gemeinde- und generationsübergreifende Betreuungslösungen forciert werden.

Die Länder können maximal 35 Prozent des Zuschusses für die Drei- bis Sechsjährigen verwenden, jedoch bis zu 100 Prozent für die Unter-Drei-Jährigen. Bis Ende 2017 soll deren Betreuungsquote von 25 auf rund 33 Prozent unter Berücksichtigung der Tageseltern steigen, somit hätte Österreich das Barcelona-Ziel der EU (33 Prozent) auch in dieser Altersgruppe erreicht. Da bei den Drei- bis Sechsjährigen das Barcelona-Ziel mit 92, 8 Prozent bereits übertroffen wurde, sollen die Betreuungsquote auf 95 Prozent angehoben und Betreuungsplätze zur Schließung von regionalen Betreuungslücken gefördert werden.

Ausbau des institutionellen Kinderbildungs- und -betreuungsangebots

Zukünftig sind folgende Förderungen möglich:

Für die Schaffung von neuen Gruppen können Investitionskosten in der Höhe von 125.000 Euro pro zusätzliche Gruppe gefördert werden. Zusätzlich zur Investitionskostenförderung können für maximal 3 Betriebsjahre Personalkosten abhängig von der Öffnungszeit zwischen 2.000 Euro und 4.500 Euro pro Platz bezuschusst werden.

Für die Bereitstellung eines generationsübergreifenden Betreuungsangebots können

Zuschüsse in der Höhe von insgesamt 4.000 Euro pro Platz und Jahr gewährt werden.

Zum Ausbau eines gemeindeübergreifenden Betreuungsangebot, an dem sich mindestens zwei Gemeinden beteiligen, kann ein einmaliger Zuschuss für den dadurch entstehenden Koordinationsaufwand von max. 20.000 Euro als Anreiz dienen, das Projekt umzusetzen.

freiwillige Steigerung der Betreuungsqualität

Für die freiwillige Verbesserung des Betreuungsschlüssels in bestehenden oder neu geschaffenen Kinderbetreuungseinrichtungen (in Krippen auf 1:4 oder in Kindergärten auf 1:10) können Personalkostenzuschüsse je zusätzlicher vollzeitbeschäftigter Fach- oder Hilfskraft in der Höhe von 45.000 bzw. 30.000 Euro pro Jahr für max. 3 Jahre verwendet werden. Für räumliche Qualitätsverbesserungen stehen maximal 50.000 Euro pro Gruppe für Investitionskosten zur Verfügung.

barrierefreier Umbau

Zur Ermöglichung einer barrierefreien Nutzung der Einrichtung können Zuschüsse für Investitionen in der Höhe von 30.000 Euro pro Gruppe verwendet werden.

Verlängerung der Öffnungszeiten

Zur Abdeckung der Personalkosten für die erweiterten Öffnungszeiten können je zusätzlicher vollbeschäftigter Fach- oder Hilfskraft in der Höhe von 45.000 bzw. 30.000 Euro  für max. 3 Jahre verwendet werden.

bewusstseinsbildende Aktivitäten

Für bewusstseinsbildende Aktivitäten im Zuge der Bewerbung des Berufs des/der Kindergartenpädagogen/in oder des Tagesvaters/der Tagesmutter insbes. bei Männern stehen max. 50.000 Euro pro Bundesland und Jahr zur Verfügung.

Förder-Plus für Tagesmütter/-väter-Angebote

Es gibt auch einen neuen Förderschwerpunkt für Tageseltern: Für Investitionen zur Schaffung von entsprechenden Betreuungsangeboten wird ein Zweckzuschuss von 750 Euro für jede zusätzlich beschäftigte Tagesmutter gewährt. Darüber hinaus werden Ausbildungslehrgänge für Tagesmütter mit 750 Euro (pro Person und Lehrgang) gefördert, die nach den landesinternen Bestimmungen durchgeführt werden. Für jene Ausbildungsträger, die das Curriculum des Familienministeriums übernehmen und dafür mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurden, wird dieser Zuschuss auf 1.000 Euro pro Kursteilnehmer/-in aufgestockt.

Für jede neu angestellte/n Tagesmutter/Tagesvater kann ein Zuschuss von max. 10.000 Euro pro Jahr für Lohnkosten gewährt werden, und dies für maximal 3 Jahre. Weiters können die Trägervereine für anfallende Verwaltungskosten mit einen Zuschuss in der Höhe von max. 5.000 Euro pro neu angestellter Tagesmutter/-vater pro Jahr und für max. 3 Jahre unterstützt werden.

 

Kontakt

Abteilung Kinder- und Jugendhilfe