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Entwicklung des Kindertagesheimbesuchs

Entwicklung des Kindertagesheimbesuchs von 0- bis 2-Jährigen und 3- bis 5-Jährigen (2007 und 2010) und von 5-Jährigen Kindern (2008-2016).

Die Hauptergebnisse der Evaluierung mit der Ausbauinitiative der Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG über den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote in den Jahren 2008 bis 2010 und die Evaluierung der Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG über die Einführung der halbtägig kostenlosen und verpflichtenden frühen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen ergeben folgendes:

Durch die Kostenbeteiligung des Bundes am Ausbau des Kinder-betreuungsangebots konnten insgesamt 24.573 zusätzliche Plätze geschaffen werden, 12.080 davon für Unter-Drei-Jährige, 12.493 für Drei- bis Sechsjährige.

Die größten Zuwächse konnte bei den Kinderbetreuungsangeboten, die mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar sind, erreicht werden. 17.977 neuen Plätzen nach den Kriterien des Vereinbarkeitsindikators (VIF: Öffnungszeiten von mindestens 45 Wochenstunden, 47 Wochen pro Jahr) stehen Rückgänge von 12.266 Plätzen in halbtägigen Einrichtungen gegenüber. Die stärksten Zuwächse bei der Betreuungsquote der Unter-Drei-Jährigen - dem Schwerpunkt der Bundesinitiative - konnten im Burgenland (+ 11,6%) und in Niederösterreich (+ 8%) verzeichnet werden. Diese beiden Bundesländer liegen auch im bezirksweisen Vergleich vorne. Die geringsten Zuwächse haben Kärnten und die Steiermark erzielt.

Der aktuelle Anteil an vollzeitbeschäftigten Müttern ist bei den Einrichtungen nach VIF-Kriterien mit 35,2% (Unter-Drei-Jährige) bzw. 34,1% (Drei- bis Sechsjährige) am höchsten und damit fast doppelt so hoch wie bei ganztägig geöffneten Angeboten (19,3% bzw. 18,7%). Der Anteil der teilzeitbeschäftigten Mütter halbiert sich hingegen in solchen Einrichtungen: 47,5% bzw. 43,2% (ganztägige Angebote) stehen 27,4% bzw. 20,6% (VIF-Plätze) gegenüber.

Durch die Einführung der bundesweiten Kindergartenbesuchspflicht ist die Anzahl der betreuten Fünfjährigen um 2,2 % gestiegen.

Insgesamt wurden 369 Ausnahmebewilligungen von der Kindergartenpflicht erteilt, die meisten davon in Oberösterreich (66). Zumeist wurde eine Ausnahme für häusliche Betreuung durch die Eltern (314) beantragt. 12mal war die Behinderung des Kindes ausschlaggebend.

Österreichweit wurden 260 Verwaltungsstrafverfahren (208 davon in Wien) wegen Verletzung der Kindergartenpflicht eingeleitet.