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Geschlechtersensible Jugendarbeit

Mädchen und Burschen leben in verschiedenen Lebenswelten, erfahren ihre Erziehung, Berufstätigkeit, Freundschaft, Sexualität und vor allem ihre Lebensperspektiven in unterschiedlicher Weise. Einstellungen, Verhaltensweisen und Rollenbilder von Mädchen und Burschen sind somit nicht nur angeboren, sondern werden maßgeblich von der Gesellschaft geprägt. Durch diese Sozialisation können die Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt werden. Geschlechtsspezifische Jugendarbeit setzt daher bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen und Situationen von Mädchen und Burschen in unserer Gesellschaft an.

Das Ziel von gendersensibler und geschlechterreflektierender Jugendarbeit ist der junge Mensch, der sich selbstbewusst durch die Gesellschaft bewegt und zu konstruktiver und sozialer Beziehungsgestaltung fähig ist. Somit ist es auch Aufgabe der Jugendarbeit

  • die Problematiken rund um die Geschlechterverhältnisse in ihr Handeln einzubeziehen
  • sich in ihrer Arbeit auf Unterschiede, Hierarchien und Ungerechtigkeiten zu beziehen, die aus geschlechtsspezifischen Lebenslagen und Sozialisationsprozessen entstehen
  • darauf abzuzielen, hierarchische Verhältnisse zwischen den Geschlechtern zu verändern und Gleichberechtigung zu fördern

Das bundesweite Netzwerk Offenen Jugendarbeit definiert beispielsweise in ihrem Qualitätshandbuch Gender Mainstreaming als Grundlage im Handlungsfeld Offene Jugendarbeit.

Die von der Bundesjugendvertretung gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen erarbeitete Toolbox  "Alles Gender, aber wie? Gender in der Kinder- und Jugendarbeit" verfolgt das Ziel reflektierende und geschlechtsbezogene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Sie wird aktiv in die Mitgliedsorganisationen der Bundesjugendvertretung getragen.

Kontakt

Abteilung Jugendpolitik

E-Mail: jugendpolitik@bka.gv.at