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Bundesebene

Infolge der föderalistischen Struktur Österreichs sind die Zuständigkeiten für die Jugendpolitik und für die außerschulische Jugendarbeit zwischen den neun Bundesländern und dem Bund aufgeteilt

Jugendpolitik ist eine ressortübergreifende Querschnittsmaterie. Deshalb sind jugendrelevante Agenden in allen Ministerien zu finden. Diese Arbeit verstärkt zu vernetzen ist ein Anliegen der Österrreichischen Jugendstrategie, die vom Bundeskanzleramt koordiniert wird.

Die Agenden für allgemeine Angelegenheiten und die Koordination der Jugendpolitik liegen im Bundeskanzleramt. Gemäß Bundes-Jugendförderungsgesetz (Bundesgesetz über die Förderung der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit, B-JFG) wird die Arbeit bundesweit agierender Jugendorganisationen und -verbände vom Bundeskanzleramt gefördert.

Alle im Nationalrat vertretenen Parteien haben (Kinder- und) Jugendsprecher/-innen. Es gibt im Parlament keinen eigenen Kinder- und Jugendausschuss, die Agenden werden in den jeweiligen Ausschüssen – hauptsächlich im Familienausschuss – behandelt.

Auf nationaler Ebene agiert die Bundesjugendvertretung als gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen. Ihre Aufgaben sind durch das Bundes-Jugendvertretungsgesetz (Bundesgesetz über die Vertretung der Anliegen der Jugend, B-JVG) geregelt, dessen Umsetzung in den Zuständigkeitsbereich des Bundeskanzleramts fällt.