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Harmonisierung des Jugendschutzes

Das Bundesministerium für Familien und Jugend setzt sich für eine Vereinheitlichung des Jugendschutzes ein. Denn derzeit verfügen die Bundesländer über eigene Gesetze mit oft unterschiedlichen Vorschriften.

Das Bundesministerium für Familien und Jugend setzt sich für eine Vereinheitlichung des Jugendschutzes ein. Denn derzeit verfügen die Bundesländer über eigene Gesetze mit oft unterschiedlichen Vorschriften. Beispielsweise dürfen 14-Jährige in Niederösterreich bis ein Uhr nachts ausgehen, während ihre Alterskollegen in der Steiermark um 23 Uhr zu Hause sein müssen.

Bisher haben der Forderung zahlreicher Jugendorganisationen nach einer Vereinheitlichung nur die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland entsprochen. Im Rahmen eines Mitbestimmungsprojektes wurden Jugendliche in allen drei Bundesländern nach ihren Meinungen befragt, die dann so weit wie möglich in die aufeinander abgestimmten Jugendschutzgesetze dieser Länder einbezogen wurden.

Aufgabe des Jugendschutzes ist es, junge Menschen vor Gefahren für ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu schützen sowie ihre Bereitschaft und Fähigkeiten, für sich Verantwortung zu übernehmen, zu fördern. Daher geben die Jugendschutzgesetze für Eltern, Erziehungsberechtigte und Jugendliche einen rechtlichen Rahmen vor, innerhalb dessen konkrete Vereinbarungen (z. B. Ausgehzeiten, Urlaub) möglich sind.

Bei Verstößen gegen die Jugendschutzgesetze sind für Erwachsene Geld- und allenfalls Ersatzfreiheitsstrafen, für Jugendliche verpflichtende Beratungsgespräche und unter Umständen auch Geldstrafen vorgesehen. Volljährig ist man ab dem Tag des 18. Geburtstags. Danach finden die Jugendschutzgesetze keine Anwendung mehr. Sie gelten meist auch dann nicht, wenn man noch nicht 18 Jahre alt, aber bereits verheiratet ist.

Jugendschutzgesetze der Bundesländer

Weitere Informationen zu den landesgesetzlichen Bestimmungen finden Sie auf den Seiten von Help.

Kontakt

Abteilung Kinder- und Jugendhilfe