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Vorarlberg setzt auf zielgerichtete Familienangebote

Familienministerin Sophie Karmasin besuchte Leuchtturmprojekte in Vorarlberg.

Im Mittelpunkt standen dabei das neue Modell „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“, der Ausbau von gemeindeübergreifenden Kinderbetreuungseinrichtungen im ländlichen Raum sowie familienfreundliche Betriebe am Beispiel von Enjo in Altach.

Sophie Karmasin beim Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen

„Vorarlberg lässt kein Kind zurück“

Das Modell „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ setzt auf Prävention statt Intervention. Rechtzeitig sollen Kinder von ihrem Umfeld so unterstützt werden, dass alle gute Startbedingungen ins Leben erhalten. Die Maßnahmen reichen von der Geburt bis zum Einstieg in den Beruf.  In Vorarlberg haben dieses Modell bereits die Region Bregenzerwald mit 24 Gemeinden, die Stadt Dornbirn, die Marktgemeinde Rankweil und die Gemeinde Wolfurt gestartet. Weitere Gemeinden sind auf dem Weg. Nach der Vorstellung des Modells zeigt sich Familienministerin Karmasin von den Inhalten positiv beeindruckt: „Es ist wertvoll, wenn sich ein ganzes Bundesland dem Thema Prävention in dieser Tiefe widmet. Beeindruckend ist vor allem auch die gemeinsame Umsetzung auf Gemeinde- und Landesebene. So können Maßnahmen zielgerichtet geplant und umgesetzt werden!“

Ausbau der gemeindeübergreifenden Kinderbetreuung im Bregenzerwald

Familienministerin Sophie Karmasin diskutierte mit VertreterInnen aus dem Bregenzerwald, die derzeit gemeindeübergreifende Kindebetreuungseinrichtungen anbieten, planen oder gerade bauen.  Die engagierten Frauen und Männer aus Langen, Langenegg, Hittisau, Egg und Bezau berichteten über den Stand ihrer Projekte und plädierten gemeinsam für weitere Bundesmittel als Unterstützung. Gerade im ländlichen Raum ist dies eine notwendige Voraussetzung, damit ganztägige und ganzjährige Angebote gemeindeübergreifend errichtet und betrieben werden können.

Familienfreundlicher Betrieb: Enjo Altach

Beeindruckt zeigte sich Bundesministerin Karmasin von der Firmenphilosophie der Firma Enjo in Altach. Die Familienfreundlichkeit ist bei Enjo im Leitbild verankert. „Motivierte MitarbeiterInnen sind der wichtigste Baustein unseres Unternehmens. Wir gehen auf deren individuelle Bedürfnisse ein und fokussieren uns auf deren Stärken. Das stellt eine Win-win-Situation für beide Seiten dar“, betonte Enjo CEO Johannes Engl bei der Präsentation des Unternehmens.

Natur als Lehrmeister - Hofkindergarten Hohenems

In Hohenems informierte sich Bundesministerin Karmasin zusammen mit Landesrätin Bernadette Mennel über den neuen Hofkindergarten. In enger Kooperation mit dem Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum entstand am Alten Rhein ein Hof- und Naturkindergarten. Eine Gruppe von 18 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren kann hier zusammen mit den Pädagoginnen ohne klassische Kindergartenräumlichkeiten spielen und lernen. „Die Natur ist ein hervorragender Lehrmeister und ermöglicht den Kindern vielfältigste Erfahrungen“, berichtete die Hohenemser Stadträtin Angelika Benzer.

Auch Rankweil lässt kein Kind zurück

Mit dem Besuch des Kinder- und Familientreff Rankweil fand der Ministerbesuch einen eindrucksvollen Abschluss. Bürgermeister Martin Summer  und Gemeinderat Andreas Prenn berichteten in Anwesenheit von Landtagspräsident Harald Sonderegger von den Aktivitäten Rankweils im Sinne von „Rankweil lässt kein Kind zurück“. Der Kinder- und Familientreff Bifang ist ein "Early Excellence Center" für Kinder und ihre Familien. Im Mittelpunkt steht dabei der Leitgedanke, dass jedes Kind exzellent ist und Eltern als "Experten" ihrer eigenen Kinder in regem Austausch mit der Einrichtung stehen. So wird im Alltag viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern gelegt. Sie werden bei der Planung und Durchführung von monatlich stattfindenden Familienaktivitäten und Festen miteinbezogen und täglich ein Elterncafé angeboten.

Prävention statt Intervention

Familienministerin Karmasin zeigte sich nach dem Vorarlbergtag erfreut über die positiven Entwicklungen im Land: „Ich bin davon überzeugt, dass Landeshauptmann Wallner hier auf dem richtigen Weg unterwegs ist. Prävention statt Intervention und die Gemeinden ziehen gemeinsam mit Land und Landeseinrichtungen an einem Strang. Das hat das Potential für ein absolutes Leuchtturmmodell in Österreich.“