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Wir gehen den Weg in Richtung digitales Klassenzimmer konsequent weiter!

Digitalisierung in der Schulbuchaktion wird in den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 weiter vorangetrieben

BM Sophie Karmasin bei der Pressekonferenz zum Thema Digitalisierung in der Schulbuchaktion

Seit dem Schuljahr 2016/2017 werden in Schulen der Sekundarstufe II neben den gedruckten Schulbüchern auch flächendeckend E-Books zum individuellen Lernen und dem Einsatz im Klassenzimmer angeboten. Bereits nach der Einführung war mehr als jedes zweite bestellte Schulbuch ein Kombiprodukt. Für das kommende Schuljahr 2017/2018 hat sich dieser Wert noch erhöht: Über 63 Prozent der bestellten Schulbücher in der Sekundarstufe II sind ein Kombiprodukt. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Kombination von gedrucktem Buch und E-Book ist sehr gefragt. Mit dem weiteren Ausbau des Angebots von Kombiprodukten gehen wir den Weg in Richtung ‚digitales Klassenzimmer‘ konsequent weiter“, betont Bundesministerin Sophie Karmasin. Bereits 59% der Schulbücher in der Sekundarstufe I und 57% der Schulbücher in der Sekundarstufe II können als Kombiprodukt Buch plus E-Book bestellt werden.

Das kommende Schuljahr 2017/2018 bringt die Digitalisierung der Schulbuchaktion auch für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Hier laufen die Bestellungen von Kombiprodukten ebenfalls gut an. „Es gibt mengenmäßig ein großes Angebot. Bereits 30 Prozent der Bücher werden im kommenden Schuljahr als Kombiprodukte in den Schulen liegen“, stellt Karmasin fest. Allerdings gäbe es hier noch „Luft nach oben“, so die Bundesministerin. Denn vor allem in der Neuen Mittelschule und den Polytechnischen Schulen ist der Anteil an bestellten Kombiprodukten gering ausgefallen. Als Grund dafür können unter anderem fehlende Hardware in den Schulen und die bisher zu geringen Möglichkeiten für die digitale Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen ausgemacht werden.

Im September 2017 wird zur Aus- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen das erste „Future Learning Lab“ in Österreich eröffnet. Dieses „Innovationslabor für neue Lernszenarien“ soll als konfigurierbarer Lern- und Lehrraum dienen, in dem Informations- und Kommunikationstechnologien erprobt und neue Szenarien für die Verwendung im eigenen Unterricht erarbeitet werden können. „Österreich liegt bei digitalen Kompetenzen im EU-Vergleich nur im Mittelfeld. Wir müssen unseren Kindern diese ‚Digital Skills‘ bereits in der Schule mitgeben, damit sie für die Zukunft gerüstet sind“, betont die Bundesministerin.

Ein weiterer wichtiger Schritt, um das Potential von Digitalisierung im Bildungssystem zu nutzen, ist die Weiterentwicklung der „einfachen“ E-Books in Richtung E-Book Plus. Diese bieten erweiterte Funktionen, wie etwa interaktive Feedbacktools oder multimedialer Lerncontent. Die Entwicklung der „smarten“ Schulbücher finanziert das Bundesministerium für Familien und Jugend einmalig mit 900.000 Euro für das Schuljahr 2018/2019, in dem E-Books Plus in der Sekundarstufe II für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik zur Verfügung stehen sollen. „Wir müssen unseren Kindern das Rüstzeug für die neue, digitalisierte Lebens- und Arbeitswelt bereits in der Schule mitgeben. Ein flächendeckendes Angebot von E-Books für den Unterricht und die Weiterentwicklung in Richtung smarter digitaler Schulbücher bedeuten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung ihrer digitalen Kompetenzen“, betont Karmasin.