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Strukturierter Dialog

Der Strukturierte Dialog ist ein Instrument, das sicherstellen soll, dass bei der Umsetzung der Themen der Europäischen Jugendstrategie auch die Meinung eingeholt und die Anliegen junger Menschen  einbezogen werden. Seit 2010 ist der Strukturierte Dialog eng mit der Europäischen Jugendstrategie verknüpft.

Der Konsultationsprozess ist breit angelegt und umfasst  neben den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auch Jugendorganisationen und andere in der Jugendarbeit tätigen Netzwerke sowie Jugendliche selbst.

Siehe auch Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Österreich.

Die inhaltliche Basis des Strukturierten Dialogs bildet ein jeweils für 18  Monate festgelegter Themenbereich entlang der acht Aktionsfelder der EU-Jugendstrategie, der dann von jeweils drei aufeinander folgenden EU-Präsidentschaften (Triopräsidentschaft) durch spezifizierte  Schwerpunktsetzungen bearbeitet wird. Die oben genannten Konsultationen zur jeweiligen Thematik sollen einen möglichst kontinuierlichen Austausch zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträger/-innen in strukturierter Form - dem Strukturierten Dialog - ermöglichen, um die Mitwirkung junger Menschen an politischen Strategien, die sie selbst betreffen und Auswirkungen auf sie haben, zu unterstützen.

Da Jugendpolitik weder auf die europäische Ebene noch auf die nationale, regionale, oder lokale Ebene begrenzt ist, sondern im Wechselspiel zueinander stattfindet, werden im Rahmen des Strukturierten Dialogs alle politischen Ebenen integriert. Als Ergebnis des oben beschriebenen Konsultationsprozesses wird ein Positionspapier vom jeweiligen Mitgliedsstaat erstellt. Aus den nationalen Positionspapieren aller EU-Mitgliedsländer werden die am häufigsten genannten Anliegen oder Stoßrichtungen zusammengefasst und in großen europäischen Jugendkonferenzen, die zweimal jährlich stattfinden, in gemischten Arbeitsgruppen (Jugendliche, Vertreter/-innen von Jugendorganisationen, Regierungen und EU-Gremien) besprochen und in einer gemeinsamen Abschlussresolution festgehalten. Die Abschlusserklärungen und Resolutionen der vorangegangenen Beteiligungszyklen finden Sie beispielsweise am Europäischen Jugendportal.

Die inhaltlichen Ergebnisse der jeweiligen europäischen Jugendkonferenzen sollen politische Entscheidungsfindungen für die jeweils zuständigen Jugendminister/-innen auf EU-Ebene erleichtern.

Für den Beschluss von jugendpolitischen Maßnahmen tagt zweimal im Jahr der Jugendministerrat in der EU.

Der europäische Lenkungsausschuss

Der europäische Lenkungsausschuss ist für die Gesamtkoordination des Strukturierten Dialogs auf europäischer Ebene verantwortlich. Der Ausschuss setzt sich aus Vertreter/-innen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien der Länder, der jeweiligen Triopräsidentschaft, aus Repräsentant/-innen von deren nationalen Jugendräten und Nationalagenturen für das EU-Programm Erasmus+/Jugend in Aktion, sowie aus Vertreter/-innen der Europäischen Kommission und des Europäischen Jugendforums zusammen. Gegebenenfalls werden zur Konsultation Jugendforscher/-innen und Jugendbetreuer/-innen herangezogen.
Den Vorsitz führt immer der Vertreter oder die Vertreterin des Europäischen Jugendforums.

Kontakt

Internationale Jugend- und Familienpolitik

E-Mail: post@ii7.bmfj.gv.at