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Lebensbedingungen und Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen zu Armut (28. Jänner 2016)

Lebensbedingungen und Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen in und über Armut

Beim Dialog Jugendforschung wurden die Ergebnisse der aktuellen Studie der Volkshilfe Österreich in Kooperation mit der Universität Wien und FH Campus Wien, präsentiert. Die Studie gab einen Einblick in die Lebensbedingungen und in das soziale Umfeld von armutsbetroffenen, armutsgefährdeten und nicht-armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen. Es wurde aufgezeigt wie Kinder und Jugendliche Armut erleben und welche Unterschiede im Zugang zu finanziellen, sozialen und kulturellen Ressourcen bestehen.

Mithilfe von qualitativen Interviews wurden die sozialökonomische Situation im Haushalt aus Sicht der Kinder und Jugendlichen sowie ihre sozialen Netzwerke aufgezeigt. Darüber hinaus wurde in der Studie erhoben ob und auf welche Unterstützung junge Menschen bei Problemen und deren Bewältigung zurückgreifen können. Wie erleben Kinder und Jugendliche Armut und welches Verständnis von Armut haben sie? Damit einhergehend beschäftigte sich die Studie, welche Wünsche von jungen Menschen für ihre eigene Situation formuliert werden.

Mag. Marina Einböck,Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der Volkshilfe Österreich, gab gemeinsam mit den Studienautorinnen einen Überblick über Studiendesign, Studienziele und die zentralen Ergebnisse.

Über die Referierenden

Mag. Marina Einböck arbeitet seit 2007 zu sozialpolitischen Themen mit dem Schwerpunkt auf Armut und soziale Ausgrenzung. Nach ihrer Forschungstätigkeit am Institut für Sozialpolitik der WU Wien wechselte sie in den NPO-Bereich und leitet die Abteilung Sozialpolitik in der Volkshilfe.

Mag. Dr. Michelle Proyer studierte Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien und promovierte anschließend in Pädagogik im Rahmen des internationalen Projekts CLASDISA zum Thema kulturelle und soziale Bedingtheit von Behinderung im Kontext von Bildung in Thailand. Derzeit arbeitet sie an ihrer Habilitation und unterrichtet am Institut für Bildungswissenschaft (Arbeitsbereich Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik) und dem Zentrum für Lehrer/innenbildung der Universität Wien.

Dr. Manuela Wade hat Politikwissenschaft und Raumplanung studiert. Sie ist seit August 2015 Mitarbeiterin der Volkshilfe Österreich in der Abteilung Sozialpolitik und für den Bereich Kinderarmut zuständig. Zudem ist sie als externe Lehrbeauftragte an der Universität Wien tätig.

Zur Veranstaltung

Dialog Jugendforschung ist eine Veranstaltungsreihe des Kompetenzzentrum Jugend und dient zur Präsentation und Diskussion von aktuellen Forschungsergebnissen und Aktivitäten im Bereich der Jugendforschung.

Aufgabe des Kompetenzzentrum Jugend (Referat I/5a) im Bundesministerium für Familien und Jugend ist die Umsetzung und Koordination der Österreichischen Jugendstrategie sowie die Erhebung und Bereitstellung von Daten und Fakten zu Jugendpolitik, Jugendarbeit und Jugendforschung.

Die Einladung zum Dialog Jugendforschung wird über den Newsletter Jugend versendet

Kontakt

Mag. Kathrin Schindelar

Kompetenzzentrum Jugend

E-Mail: kathrin.schindelar@bmfj.gv.at