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E-Partizipation

Das Web 2.0 bzw. Social Media Angebote bieten Jugendlichen nicht nur interaktiven Medienkonsum, sondern auch niederschwellige, direkte und kreative Möglichkeiten zur (politischen) Beteiligung. Daher ist es naheliegend, Beteiligungsprojekte in Form von E-Partizipationsprojekten durchzuführen.

Der Begriff

Unter E-Partizipation ist die Einbeziehung der Bevölkerung in die Entscheidungsfindung der Parlamente, Regierungen und Behörden über elektronische Kommunikationswege gemeint. In einem weiteren Sinn ist jede Form der Beteiligung mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (Internet, SMS, ...) umfasst. Gerade das Internet bietet die Möglichkeit, dass nicht nur Angebote zur Beteiligung entstehen, sondern dass sich engagierte Plattformen bilden („grass root Bewegungen“), die mittels ihrer Aktivitäten der Politik und Verwaltung Missstände und Lösungsvorschläge aufzeigen. Zu unterscheiden ist der Begriff „E-Partizipation von „E-Voting“. Dieser bezeichnet (bindende) Wahlen auf elektronischem Weg.

Beteiligungsplattform

Die Beteiligungsplattform ist ein gemeinsames Projekt des BMFJ mit der Bundesjugendvertretung.

Über die Plattform werden unterschiedliche Online-Konsultations-Prozesse durchgeführt. Junge Menschen können nicht nur abstimmen sondern auch gemeinsam Ideen und Anliegen diskutieren. Dies erlaubt die vertiefte Beantwortung von Fragen.

Barcamp E-Partizipation

Am 6. November 2012 fand das vom BMWFJ mitgetragene Barcamp „E-Partizipiation‟ der ARGE Partizipation statt. Dabei handelt es sich um eine innovative und offene Veranstaltungsform bei der die Themen der einzelnen Vorträge und Workshops erst während der Veranstaltung durch die Teilnehmenden entwickelt werden. Das Barcamp „E-Partizipation‟ war das erste in Österreich, das von der Verwaltung ausgerichtet wurde und zugleich das erste Barcamp, das sich fokussiert der Frage der E-Partizipation in der Jugendarbeit widmete. 90 Teilnehmer/-innen erarbeiteten in 25 Workshops den aktuellen Stand der E-Partizipation in Österreich sowie erste Vorschläge für deren Weiterentwicklung:

  • Inhalte von Beteiligungsprojekten so aufarbeiten, dass die Mitwirkenden sich breit informieren können
  • Die kreativen Möglichkeiten des Web nutzen um Jugendliche mit Artikulationsschwierigkeiten in  Beteiligungsprojekten einzubinden (z.B. über Videoplattformen)
  • Bestehende Qualitätskriterien für Partizipation bei Offline Projekten müssen für die Anforderungen des Internet adaptiert bzw. erweitert werden
  • Eine bessere Verzahnung von Offline- wie Online-Beteiligungsprojekten um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen

Dieses Projekt ist eine Aktivität im Rahmen der Jugendstrategie des BMWFJ.

Guidelines für gelingende ePartizipation Jugendlicher

Die EU-Jugendstrategie zur Förderung der jugendpolitischen Kooperation in Europa sieht Peer-Learning als ein starkes Instrument für gegenseitigen (internationalen) Austausch vor. Dazu wurde das multilaterale Kooperationsprojekt "youthpart" von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts war einen internationalen Dialog darüber zu starten wie mehr junge Menschen dazu ermutigt werden können, sich an Entscheidungsprozessen in der heutigen digitalen Gesellschaft zu beteiligen. Das Bundesministerium für Familien und Jugend war einer der Kooperationspartner/-innen bei der Erstellung der vorliegenden Guidelines für gelingende ePartizipation Jugendlicher.

Erhebung über E-Partizipationsprojekte

Das Jugendministerium hat 2007/08 die erste Erhebung zur "Jugendbeteiligung und digitale Medien" durchgeführt. Die Formen der Beteiligung reichten schon damals von klassischen Online-Foren bis zum kreativen Umgang mit SMS.

Die Erhebung ist natürlich veraltet bietet aber einen Überblick über die ersten Aktivitäten in Österreich zur Thematik.

Kontakt

Robert Lender

Leiter Kompetenzzentrum Jugend

E-Mail: robert.lender@bmfj.gv.at